Speziell für Katholiken

8 - Errettung durch Glauben oder Werke? - Wie ich zum Glauben kam

"Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch - Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme." (Epheserbrief 2,8.9).

Ich bin in einer katholischen Familie aufgewachsen. Als ich zum ersten Mal das biblische Evangelium hörte, war ich 14 Jahre alt. Auf die Frage "Was muss ich tun, dass ich gerettet werde?" kam die Antwort: "Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden" (> Apostelgeschichte 16,30+31). Evangelische, bibelgläubige Christen lehren tatsächlich, dass ein Mensch allein durch den Glauben an Christus gerettet wird, und nicht aufgrund seiner guten Werke.

Meiner Ansicht nach war diese Lehre offensichtlich falsch und gefährlich. Falsch, weil der Apostel Jakobus sagt, dass der Glaube ohne Werke tot ist. Und gefährlich, weil es zu einem leichtsinnigen Lebensstil ermutigt, wenn die Werke nichts zur Errettung beitragen.

Ich bekam Interesse, die Bibel selber zu studieren. Zu meiner Überraschung fand ich heraus, dass es im Jakobusbrief um den Unterschied zwischen wahrem Glauben und unechtem Glauben geht.

"Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat keine Werke? Kann ihn denn der Glaube retten?" (Jakobus 2,14). Glaube als blosses Lippenbekenntnis ist wertlos und kann niemanden retten. Wahrer Glaube wird sichtbar durch die Frucht, die daraus entsteht.

Die zentrale Frage ist die: "Wird ein Mensch aus echtem Glauben allein gerettet? Oder wird er gerettet durch Glauben plus eigene Verdienste aus guten Werken?" Die Antwort der Bibel war klar und überraschend:

"Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch - Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken." (Epheserbrief 2,8-10)

Errettet durch Glauben … nicht aus Werken! Es ist erstaunlich: die gleiche Bibel, die die Wichtigkeit eines heiligen Lebens und guter Werke betont, sagt auch, dass die Errettung nicht von eigenen Werken abhängig ist. Christ ist man nicht, weil man ein guter Mensch ist oder sich Mühe gibt, sondern wenn man sein Vertrauen ohne Einschränkung auf jemand anderen setzt, auf den Herrn Jesus Christus.

Wenn die Bibel sagt, dass wir 'nicht aus Werken' gerettet werden, meint sie damit unsere Werke und Anstrengungen und nicht, dass die Errettung eine einfache Sache sei. Tatsächlich ist das Werk der Errettung so schwer, dass niemand es erfüllen konnte - ausser Gott selbst durch seinen Sohn. Er, der ewige Sohn Gottes musste sich selbst erniedrigen, ein Mensch werden und am Kreuz sterben. "Christus hat uns losgekauft (befreit) von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns wurde (denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Kreuz hängt)." (Galaterbrief 3,13). Langsam begann ich zu verstehen, dass es für die Gutmachung meiner Sünde das kostbare Blut Jesu Christi brauchte, das er vergoss, und dass meine Werke und Bussübungen dazu nicht taugten. Aus diesem Grund will Gott, dass wir an IHN glauben.

Eine Frage blieb: Warum sollte ich denn trotzdem gute Werke tun? Unmittelbar nachdem der Apostel Paulus klarstellt, dass wir nicht 'aus Werken' errettet sind, schreibt er, dass wir errettet sind 'zu guten Werken'. Gute Werke sind die Folge, nicht die Ursache der Errettung.

Heute bin ich ein evangelischer, bibelgläubiger Christ und habe die Gewissheit, in den Himmel zu kommen. Dies ist nicht überheblich, denn es ist nicht abhängig von mir und meinem Tun, es ist abhängig von Jesus Christus, dem ich mein Vertrauen schenke und weiss, dass sein Tod am Kreuz alles bezahlt hat, was ich für meine Sünden bezahlen müsste. Mein einziger Wunsch ist es, so zu leben, wie es DEN ehrt, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Ich bin besorgt um Katholiken (und andere), die trotz der Sünde in ihrem Leben meinen, es komme schon alles gut heraus. Die Bibel warnt sie und sagt, dass ihr Glaube tot ist und sie nicht vor der Hölle retten kann. Aber ich bin auch besorgt um jene Katholiken, die sich aufrichtig vor Gottes Gericht fürchten und deshalb alles daran setzen, um seine Vergebung und Gnade zu verdienen. Sie meinen und sagen, dass sie an Jesus glauben, aber in Wirklichkeit tun sie es nicht, solange sie auf ihre eigene Rechtschaffenheit und Fähigkeit zum Gutestun vertrauen.

Die gleiche Gute Botschaft, die ich in meiner Jugend vernommen habe, möchte ich mit dir teilen, denn es ist die Botschaft der Bibel. Wenn du gerettet werden willst, glaube an den Herrn Jesus und hör auf, auf dich selbst zu vertrauen. Hör auf, dich auf deine Religion zu berufen und empfange mit leeren Händen das unkäufliche Geschenk der Errettung. Und dann, aus Dankbarkeit unserem gnädigen und liebenden himmlischen Vater gegenüber, tue gute Werke dein Leben lang.

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